Strafzettel auf dem Penny-Parkplatz erhalten?
Penny-Märkte liegen häufig in dicht bebauten Wohnvierteln mit wenigen Stellplätzen. Entsprechend konsequent lassen viele Filialen ihren Kundenparkplatz überwachen – meist mit Parkscheibenpflicht und 60 bis 90 Minuten Höchstparkdauer. Die Zahlungsaufforderung kommt vom beauftragten Parkraumbewirtschafter, nicht von Penny.
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Verschlüsselte Übertragung. Ihre Unterlagen liegen ausschließlich in der Kanzleiakte.
Die Forderung kommt nicht von Penny – sondern vom Parkraumbewirtschafter
Penny überwacht seine Kundenparkplätze in der Regel nicht selbst, sondern beauftragt private Parkraumbewirtschafter. Das Schreiben mit der Zahlungsaufforderung stammt von diesem Unternehmen; es steht als Absender und Forderungsinhaber im Brief. Welcher Betreiber an Ihrem Standort tätig ist, lässt sich nur aus dem Schreiben und der Beschilderung vor Ort sicher entnehmen. Auf Parkplätzen von Supermärkten, Discountern und Fachmarktzentren sind unter anderem folgende Betreiber häufig aktiv:
- ParkDepot VertragsstrafeTypisch: ca. 30–60 €
- Park & Control VertragsstrafeTypisch: ca. 30–50 €
- fair parken VertragsstrafeTypisch: ca. 25–40 €
Ohne Gewähr – die Zuordnung zu einem konkreten Standort ergibt sich ausschließlich aus Ihrem Schreiben.
Parkscheibe vergessen auf dem Penny-Parkplatz
Verlangt die Beschilderung eine Parkscheibe, behandeln Betreiber das Fehlen häufig als Verstoß – auch dann, wenn die zulässige Parkdauer tatsächlich eingehalten wurde. Ob eine solche Klausel wirksam einbezogen wurde, ob die Kontrolle korrekt dokumentiert ist und ob die geforderte Höhe angemessen ist, hängt vom Einzelfall ab. Fotografieren Sie die Beschilderung, notieren Sie Ihre tatsächliche Parkzeit und sichern Sie Belege, bevor Sie reagieren.
Ich habe dort eingekauft – hilft mir der Kassenbon?
Der Kassenbon belegt, dass Sie Kunde von Penny waren und zu welcher Uhrzeit. Er ist ein wichtiges Beweismittel: Er kann zeigen, dass die Fläche bestimmungsgemäß genutzt wurde, und ist häufig Grundlage für eine Kulanzanfrage an den Betreiber oder die Filiale. Ein Anspruch auf Erlass der Forderung folgt daraus aber nicht automatisch – maßgeblich bleiben die ausgeschilderten Bedingungen (z. B. Höchstparkdauer, Parkscheibe). Bewahren Sie den Bon auf und laden Sie ihn zusammen mit dem Schreiben hoch.
Parkregeln bei Penny
Typisch ist das Schild „Kundenparkplatz – Parken nur mit Parkscheibe, Höchstparkdauer 60 Minuten“.
Anwohner und Nachtparken
In Wohngebieten wird der Penny-Parkplatz nachts gern von Anwohnern genutzt.
Penny-Parkplatz im Verbund mit Rewe
Penny gehört zur Rewe Group; an einigen Standorten teilen sich Penny und Rewe oder Penny und ein Drogeriemarkt den Parkplatz.
Was Betroffene prüfen sollten
Stimmen Datum und Uhrzeit mit Ihrem Einkauf überein? Ist auf dem Foto tatsächlich keine Parkscheibe erkennbar oder lag sie nur ungünstig? Wie hoch sind die.
Kennzeichenerfassung bei Penny
Einige Penny-Standorte sind auf Kamerasysteme umgestellt. Prüfen Sie dann die erfassten Zeiten, ob Zwischenfahrten korrekt getrennt wurden und ob der Hinweis auf die Datenverarbeitung an der Einfahrt stand. Auskunft über gespeicherte Aufnahmen können Sie nach Art. 15 DSGVO verlangen.
Nebenkosten und Inkasso
Die Grundforderung von 25 bis 35 Euro wird durch Halterermittlungspauschalen, Mahngebühren und Inkassokosten oft verdoppelt. Die Halterabfrage kostet 5,10 Euro; Inkassokosten sind nach § 13e RDG begrenzt. Bestreiten Sie überhöhte Positionen – unabhängig davon, ob der Verstoß selbst feststeht.
Beispiel aus der Praxis
Ein Pendler stellt sein Auto täglich auf dem Penny-Parkplatz ab und erhält innerhalb eines Monats vier Schreiben über je 35 Euro plus Nebenkosten. Die Beschilderung ist eindeutig; die Vertragsstrafen sind dem Grunde nach berechtigt. Gekürzt werden jedoch in allen vier Fällen die Halterermittlungspauschalen (von 20 auf 5,10 Euro) und die Inkassokosten, die für mehrere Forderungen gegen denselben Schuldner nicht jeweils neu in voller Höhe anfallen dürfen. Ergebnis: Statt 312 Euro zahlt er 160,40 Euro.
So gehen Sie jetzt vor
1. Notieren Sie Absender, Aktenzeichen und Zahlungsfrist. 2. Sichern Sie Kassenbon, Fotos der Beschilderung und – falls ein anderer gefahren ist – dessen Bestätigung. 3. Prüfen Sie die Nebenkosten auf Angemessenheit. 4. Widersprechen Sie schriftlich und nachweisbar oder laden Sie das Schreiben hier hoch: Die Rechtsanwälte von parkrecht24 prüfen Beschilderung, Forderung und Fahrerfrage kostenfrei – mit Rechtsschutzversicherung übernehmen sie auf Wunsch den gesamten Schriftverkehr, in der Regel ohne Eigenkosten für Sie. Unser kostenloser Musterbrief-Generator hilft, wenn Sie zunächst selbst widersprechen möchten.
Was Sie bei einem Schreiben vom Penny-Parkplatz prüfen sollten
- War die Beschilderung auf dem Penny-Parkplatz (Höchstparkdauer, Parkscheibe, Kundenparkplatz) klar sichtbar und lesbar?
- Haben Sie bei der angegebenen Uhrzeit tatsächlich dort geparkt – und wer ist gefahren?
- Liegt ein Kassenbon mit Uhrzeit vor, der Ihren Einkauf belegt?
- Sind Vertragsstrafe, Halterermittlungs- und Mahnkosten nachvollziehbar aufgeschlüsselt?
- Wurde eine Parkscheibe nur vergessen, obwohl die Parkdauer eingehalten wurde?
So läuft die Prüfung bei parkrecht24 ab
1. Sie laden das Schreiben hoch – per Foto oder PDF. 2. Sie ergänzen Kontaktdaten und geben an, ob eine Rechtsschutzversicherung besteht. 3. Die Kanzlei prüft Beschilderung, Dokumentation, Fahrerfrage und Forderungshöhe und meldet sich mit einer Einschätzung. Die Ersteinschätzung ist kostenfrei; eine Vollmacht ist dafür nicht nötig.
Häufige Fragen zum Penny-Parkplatz
Das könnte Sie auch betreffen
- BGH, Urteil vom 18.12.2015 – V ZR 160/14 (Vertragsstrafe auf Privatparkplatz zulässig; Vertragspartner ist der Fahrer)
- BGH, Urteil vom 18.12.2019 – XII ZR 13/19 (Halter muss Fahrer benennen (sekundäre Darlegungslast))
Allgemeine Informationen, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Rechtsstand: 15.06.2026.
- 01Eingegangen – Fallnummer und Bestätigung per E-Mail
- 02Prüfung durch die Kanzlei
- 03Ihre Einschätzung per E-Mail – in der Regel innerhalb von 24 Stunden an Werktagen

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